Rock’n Roll bezeichnet eine Musikrichtung der 1950er-Jahre und ist eng verknüpft mit der damals vorherrschenden rebellischen Lebenseinstellung der heranwachsenden Jugendlichen.
Die Geschichte des Rock’n Roll beginnt bereits in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
Den Grundstein hierzu legte der Boogie-Woogie mit seiner typischen Pianobegleitung, verbunden mit acht regelmäßigen Schlägen. Dieser Rhythmus setzte sich in der tanzfreudigen Jugendkultur durch und bereits 1928 erschien die erste Boogie-Woogie-Schallplatte.
Weiterhin verkörpert der Musikstil des Rock’n Roll eine Einbeziehung des Rhytm and Blues, einer ausdrucksfreudigen, aber bei der weißen, älteren Bevölkerung verpönten Musik der afroamerikanischen Unterschicht.
Der Begriff Rock’n Roll wurde durch den amerikanischen DJ Alan Freed als Bezeichnung einer Musikrichtung geprägt, indem er die bekannte Songzeile „Rock, rock, rock everybody, roll, roll, roll everybody“ von Bill Haley als Signet seiner Sendungen verwendete.
Weltweite Beachtung fand die Musikrichtung in den 50er-Jahren. Diese Zeit wird markiert als eine Ära des Aufbegehrens der amerikanischen Jugendlichen. Ziel war die Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen und eine Loslösung aus den Zwängen des strengen elterlichen Hauses.
Bill Haleys Song “Rock Around the Clock” markiert auch im Erscheinungsjahr 1954 eine Zäsur in der Geschichte des Rock’n Roll. Dieses Stück wurde von der amerikanischen Jugend begeistert aufgenommen, da es die Sehnsucht nach einer eigenen Musikrichtung stillte, die dem rebellischen Lebensgefühl Ausdruck verlieh. Es wurde sich losgesagt von gesellschaftlichen Konventionen und dies spiegelte sich nicht nur in der Musikrichtung wider. Zum Entsetzen der älteren Generation wurden die Haare der Jugendlichen länger, die Kleidung schriller und der Tanz erhielt eine zunehmend sexuelle Konnotation.
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