Bob Marley

Der Sänger und Songwriter Robert Nesta Marley wurde am 6. Februar 1945 in Nine Miles auf Jamaika geboren. Neben seiner Rolle als Mitbegründer und bedeutendster Vertreter des Reggae galt der Rastafari-Anhänger Marley als friedlicher Revolutionär und war eine wichtige Integrationsfigur, vor allem für benachteiligte Menschen in der Dritten Welt.

Trenchdown:
Bob Marley wuchs als Sohn eines britischen Offiziers und einer jamaikanischen Mutter zunächst in der Kleinstadt Rhoden Hall auf. Dort werden die Perspektiven für die mittlerweile alleinerziehende Mutter jedoch immer schlechter, so dass die junge Familie gezwungenermaßen in die Hauptstadt Kingston umsiedelt. Hier landen die Marleys im berüchtigten Armenviertel Trenchtown. Bereits im Alter von 16 Jahren bricht Bob Marley anschließend die Schule ab, um als Mechaniker in einer Fahrradwerkstatt zu arbeiten. In seiner Freizeit findet er in der Musik die einzige Möglichkeit, dem tristen Alltag aus Armut und Gewalt zur entfliehen.

The Wailers:
Besonders inspiriert werden Marley und seine Freunde vor allem von den US-amerikanischen Radiogrößen der 50er Jahre Ray Charles, James Brown und Fats Domino. Gemeinsam mit seinen beiden Freunden Neville Livingstone (Bunny Wailer) und Winston McIntosh (Peter Tosh) gründet Bob Marley schließlich 1963 seine erste Band “The Teenagers”, später umbenannt in “The Wailers”. Zunächst spielt die Gruppe eher schnellen, tanzbaren Ska und macht sich in der Musikszene Kingstons schnell einen Namen. Über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt werden die Wailers allerdings erst später. Durch die Bekanntschaft mit dem Produzenten Lee Perry und Einflüsse aus der spirituellen Welt der Rastafari entwickelt sich auch Marleys Musik weiter. Langsamere Beats und Elemente der jamaikanischen Volksmusik lassen den Reggae entstehen. Continue reading

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Chris Brown

Der US-amerikanische R&B-Sänger und Schauspieler Chris Brown wurde am 5. Mai 1989 als Christopher Maurice Brown in Tappahannock, Virginia, geboren. Er wuchs nach der Scheidung seiner Eltern hauptsächlich bei seiner Mutter auf und interessierte sich bereits früh für die Musik. In erster Linie zählten die Weltstars Michael Jackson, Stevie Wonder und der Sänger Usher zu seinen Inspirationsquellen.

Die ersten Jahre:
Nachdem der 13-jährige Brown im Jahre 2002 einer Gruppe von lokalen Talentspähern aufgefallen war, erhielt er zunächst Gesangsunterricht und konnte erste Demoaufnahmen produzieren. In der Folge knüpfte das Produzententeam Kontakte nach New York und verhandelte mit unterschiedlichen Plattenfirmen über einen Vertrag. In dieser Zeit lernte Brown auch Tina Davis kennen, die nach ihrer Kündigung bei Def Jam Recordings seine Managerin wurde und ihn letztlich 2004 an das Label Jive Records vermittelte.

Der Aufstieg:
Nach der Unterzeichnung seines ersten Plattenvertrags begann das mittlerweile 15-Jährige Talent Anfang 2005 mit den Aufnahmen zu seinem ersten Studioalbum. Schon die vorab veröffentlichte Single “Run It” konnte sich Mitte des Jahres an die Spitze der US-Billboard-Charts setzen. Im November erschien dann sein Debütalbum “Chris Brown” und wurde in den Vereinigten Staaten ebenfalls zu einem kommerziellen Erfolg. Brown wurde für zahlreiche Newcomer-Preise nominiert und bestritt im folgenden Jahr seine erste große Tournee. 2007 begannen die Aufnahmen für das zweite Studioalbum. “Exclusive” erschien noch im selben Jahr und erreichte Platz 4 der US-amerikanischen Albumcharts. Darüber hinaus enthielt es mit “Kiss Kiss” einen weiteren Nummer-1-Hit in den USA und konnte in Großbritannien bis auf Platz 3 der Albumcharts vorstoßen. Continue reading

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Rock’n Roll

Rock’n Roll bezeichnet eine Musikrichtung der 1950er-Jahre und ist eng verknüpft mit der damals vorherrschenden rebellischen Lebenseinstellung der heranwachsenden Jugendlichen.

Die Geschichte des Rock’n Roll beginnt bereits in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
Den Grundstein hierzu legte der Boogie-Woogie mit seiner typischen Pianobegleitung, verbunden mit acht regelmäßigen Schlägen. Dieser Rhythmus setzte sich in der tanzfreudigen Jugendkultur durch und bereits 1928 erschien die erste Boogie-Woogie-Schallplatte.
Weiterhin verkörpert der Musikstil des Rock’n Roll eine Einbeziehung des Rhytm and Blues, einer ausdrucksfreudigen, aber bei der weißen, älteren Bevölkerung verpönten Musik der afroamerikanischen Unterschicht.

Der Begriff Rock’n Roll wurde durch den amerikanischen DJ Alan Freed als Bezeichnung einer Musikrichtung geprägt, indem er die bekannte Songzeile „Rock, rock, rock everybody, roll, roll, roll everybody“ von Bill Haley als Signet seiner Sendungen verwendete.

Weltweite Beachtung fand die Musikrichtung in den 50er-Jahren. Diese Zeit wird markiert als eine Ära des Aufbegehrens der amerikanischen Jugendlichen. Ziel war die Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen und eine Loslösung aus den Zwängen des strengen elterlichen Hauses.

Bill Haleys Song “Rock Around the Clock” markiert auch im Erscheinungsjahr 1954 eine Zäsur in der Geschichte des Rock’n Roll. Dieses Stück wurde von der amerikanischen Jugend begeistert aufgenommen, da es die Sehnsucht nach einer eigenen Musikrichtung stillte, die dem rebellischen Lebensgefühl Ausdruck verlieh. Es wurde sich losgesagt von gesellschaftlichen Konventionen und dies spiegelte sich nicht nur in der Musikrichtung wider. Zum Entsetzen der älteren Generation wurden die Haare der Jugendlichen länger, die Kleidung schriller und der Tanz erhielt eine zunehmend sexuelle Konnotation.
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Adele

Die erst 23-jährige Adele Laurie Blue Adkins, geboren am 5. Mai 1988 in London, gehört heute zweifellos zur ersten Liga der globalen Popmusik. Ihre außerordentlichen Erfolge könnte man leicht als Resultat ihres Studiums an der BRIT School for Performing Arts bezeichnen, denn immerhin wurden auch schon Kolleginnen wie Amy Winehouse, Katie Melua oder Kate Nash an der berühmten weiterführenden Schule für darstellende Künste ausgebildet. Einen Grundstein für den Beginn ihrer Karriere hat die dortige Lehre wahrscheinlich gelegt, doch den immensen Zuspruch von Medien, Kritikern und Fans verdankt sie mit Sicherheit ausschließlich ihrem stimmlichen Können und ihrem außergewöhnlichen Songwritertalent.

Beide Talente bewies die Sängerin erstmals mit ihrem Debütalbum 19, welches 2008 veröffentlicht wurde. Ausgekoppelte Singles wie Chasing Pavements, Cold Shoulder oder Hometown Glory lenkten weltweit die Aufmerksamkeit auf ihr Erstlingswerk. Ob in Europa, Japan, Australien oder Nordamerika: 19 kam international an und verkaufte sich bis heute um die fünf Millionen mal. Aus acht verschiedenen Ländern erhielt die Singer-Songwriterin dafür sage und schreibe 17 Platinauszeichnungen und wurde 2009 vierfach bei den amerikanischen Grammy Awards nominiert. Die Trophäe als bester neuer Künstler, sowie den Preis für die beste weibliche Popdarbietung durfte sie letztendlich sogar mit nach Hause nehmen.
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Blues

Beim Blues handelt es sich um eine in den Südstaaten der USA verwurzelte Musikrichtung, die dort circa um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstand. Sie basiert auf vielen verschiedenen afroamerikanischen Musikgenres, wie beispielsweise Gospel, Spirituals oder Worksongs. Aber auch europäische und karibische Elemente zählen zu den Einflüssen. Der Name des Genres leitet sich von der englischen Redewendung „I feel blue“ ab, was übersetzt so viel wie „Ich bin traurig“ bedeutet.

Um etwa 1910 hatte sich das Wort „Blues“ dann im allgemeinen Sprachgebrauch der Afroamerikaner eingebürgert und erste Musiker der Richtung wurden zunehmend populär. Hierzu zählen beispielsweise die Sängerinnen Ma Rainey, Alberta Hunter und Bessie Smith, aber auch der Komponist W. C. Handy, der im Jahr 1915 die erste Platte herausbrachte, auf dem solche Stücke für Musiker und Sänger arrangiert waren. Es dauerte dann noch weitere 5 Jahre, ehe der erste Titel dieser Richtung, gesungen von Mamie Smith, die amerikanischen Charts im Jahr 1920 enterte und landesweit millionenfach verkauft wurde.

Mit der Migrationswelle von Afroamerikanern in die großen Städte der Nordstaaten während der 40er und 50er Jahre erfolgte dann der nächste Entwicklungsschritt dieses Genres. Elektrische Gitarren und Verstärker machten auch vor diesem Genre nicht halt. Das Ergebnis dieser Entwicklung war der sogenannte „Electric Blues“, der vor allem von Musikern wie Muddy Waters und John Lee Hooker geprägt wurde.
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Rockmusik

Der Begriff Rockmusik wird gern mit der gesamten Popmusik seit dem Jahr 1954 gleichgesetzt. Diesen Sprachgebrauch pflegen vor allem die US-Amerikaner, denn in diesem Jahr begann mit dem Rock & Roll die neue Ära der Jugendmusik. Für das europäische Verständnis ist eher das Jahr 1968 entscheidend. Da wandelte sich die Ära des Beat in eine neue musikalische Qualität. Die Beatles und andere Bands hatten die Entwicklung so weit vorangebracht, dass die einfachen Gestaltungsmittel der frühen 60er Jahre nicht mehr als Charakterisierung ausreichten.

Individuelle Meisterschaft und persönlicher Status

Rockmusik ist wesentlich ambitionierter als Rock & Roll oder Beatmusik. Aus den gängigen 3-Akkorde-Songs wurden kompositorische Highlights, die mitunter die Länge klassischer Musikstücke erreichten und sich gekonnt aus dem Klassik-Repertoire bedienten. Emerson, Lake & Palmer sind dabei als erste zu nennen. Die individuelle Meisterschaft auf der Gitarre zelebrierte keiner so wie Jimi Hendrix und die bis dahin kaum beachteten (bzw. vorhandenen) Keyboarder wurden zum Zentrum eines Auftritts, wie z.B. Jon Lord von Deep Purple. Nicht zu vergessen die Drummer – kein bedeutender Rocktitel der Zeit um 1970 kam ohne ein aufwändiges Schlagzeug-Solo aus. Der Status der Gruppe hatte sich zur musikalischen Kooperation von eigenständigen Musikerpersönlichkeiten gewandelt. Bands wie Pink Floyd oder Crosby,Stills, Nash & Young bemühten deshalb keine Sammelbegriffe mehr als Gruppentitel, sondern ihre Assoziationen oder ganz einfach ihre eigenen Namen.
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Popmusik

Unter dem Begriff Popmusik versteht man zwei verschiedene Bedeutungen: zum einen bezeichnet man mit ihm die gesamte Jugendmusik, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und England aus dem Rhythm & Blues entwickelte, zum anderen wird der Begriff gern für die weichere Variante der Rockmusik, eben den harmlosen und unterhaltsamen Pop, verwendet. In Deutschland wird spätestens seit den 80er Jahren, als der Pop den Schlager “schluckte”, von der aktuellen Unterhaltungsmusik nur noch als Popmusik gesprochen.

Pop in Kunst und Musik

Der Rock & Roll der 50er Jahre artikulierte nur die Bedürfnisse der Jugend, der Beat der 60er Jahre war schon deutlich vom Zeitgeist geprägt. Der moderne Alltag wurde zum Gegenstand der Betrachtung in der Kunst. Andy Warhol machte Konservendosen und Fotos zu künstlerischen Sujets. Die Mittel der Ironisierung und verblüffenden Sichtweisen waren wie ein Schub in der neuen Jugendmusik. Allerdings ist es nie zu einer echten Verbindung gekommen, denn die Pop-Art etablierte sich schnell im anerkannten Kunstbetrieb und die Popmusik wurde rasch wieder das, was sie bis heute ist: Unterhaltung. Eine kurzzeitige Symbiose mag man in Beatles-Titeln wie “Strawberry fields” oder “I am the walrus” sehen, aber die Ableitung eines Anspruchs aus dem Begriff “popular” erfolgte in der Musik nicht.

Pop als moderne Unterhaltung

Eine Übereinstimmung im Begriff “Pop” aber gibt es: Pop subsumiert alles, was moderne Unterhaltung betrifft, und jeden, der sie produziert. So ist aus der einstmaligen Jugendmusik heute eine allgemeine Kultur für die Gesellschaft geworden, zu der Schlagersängerinnen wie Andrea Berg oder Rockgiganten wie Peter Gabriel gleichermaßen gehören. “Pop” wird heute quer durch alle musikalischen Lager produziert, von DJ Bobo bis Coldplay, von DJ Ötzi bis Scooter. Das Hauptmerkmal ist die Massentauglichkeit der Musik. Da mittlerweile schon acht Jugerndmusik-Generationen mit dem Pop groß geworden sind, ist natürlich auch die Vielfalt groß.
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