Popmusik

Unter dem Begriff Popmusik versteht man zwei verschiedene Bedeutungen: zum einen bezeichnet man mit ihm die gesamte Jugendmusik, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und England aus dem Rhythm & Blues entwickelte, zum anderen wird der Begriff gern für die weichere Variante der Rockmusik, eben den harmlosen und unterhaltsamen Pop, verwendet. In Deutschland wird spätestens seit den 80er Jahren, als der Pop den Schlager “schluckte”, von der aktuellen Unterhaltungsmusik nur noch als Popmusik gesprochen.

Pop in Kunst und Musik

Der Rock & Roll der 50er Jahre artikulierte nur die Bedürfnisse der Jugend, der Beat der 60er Jahre war schon deutlich vom Zeitgeist geprägt. Der moderne Alltag wurde zum Gegenstand der Betrachtung in der Kunst. Andy Warhol machte Konservendosen und Fotos zu künstlerischen Sujets. Die Mittel der Ironisierung und verblüffenden Sichtweisen waren wie ein Schub in der neuen Jugendmusik. Allerdings ist es nie zu einer echten Verbindung gekommen, denn die Pop-Art etablierte sich schnell im anerkannten Kunstbetrieb und die Popmusik wurde rasch wieder das, was sie bis heute ist: Unterhaltung. Eine kurzzeitige Symbiose mag man in Beatles-Titeln wie “Strawberry fields” oder “I am the walrus” sehen, aber die Ableitung eines Anspruchs aus dem Begriff “popular” erfolgte in der Musik nicht.

Pop als moderne Unterhaltung

Eine Übereinstimmung im Begriff “Pop” aber gibt es: Pop subsumiert alles, was moderne Unterhaltung betrifft, und jeden, der sie produziert. So ist aus der einstmaligen Jugendmusik heute eine allgemeine Kultur für die Gesellschaft geworden, zu der Schlagersängerinnen wie Andrea Berg oder Rockgiganten wie Peter Gabriel gleichermaßen gehören. “Pop” wird heute quer durch alle musikalischen Lager produziert, von DJ Bobo bis Coldplay, von DJ Ötzi bis Scooter. Das Hauptmerkmal ist die Massentauglichkeit der Musik. Da mittlerweile schon acht Jugerndmusik-Generationen mit dem Pop groß geworden sind, ist natürlich auch die Vielfalt groß.

Typischer Pop

Wenn man schon eine Linie für den typischen Pop finden will, so bewegt sich diese immer zwischen dem elektrifizierten Instrumentarium, einem dynamischen Beat und der Trivialität der Texte. Klassisches Beispiel: Abba. Im Video-Zeitalter ist noch die visuelle Inszenierung der Poptitel hinzugekommen. Optische Effekte und tänzerische Inszenierung werten Unterhaltungsmusik zu surrealen Botschaften auf.

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